Star Wars: The Bad Batch-Kritik: Viel mehr als ein Spin-off

Neue Star Wars-Zeichentrickserie auf Disney Plus verf├╝gbar

Es ist mehr als ein Jahr her, dass „Star Wars: The Clone Wars“ nach mehr als einem Jahrzehnt auf Sendung sein endg├╝ltiges Ende gefunden hat. Die exzellente siebte Staffel f├╝hrte unter anderem eine Handvoll Charaktere ein, die sich schnell in die Herzen der Fans spielten: die Clone Force 99, auch bekannt als das Bad Remnant. Nat├╝rlich dauerte es nicht lange, bis angek├╝ndigt wurde, dass diese Patrouille ihre eigene Serie bekommen w├╝rde: Star Wars: The Bad Batch.

Das Projekt hatte die Aufgabe, einer der beliebtesten Produktionen des Franchise Kontinuit├Ąt zu verleihen. Und das an einem fundamentalen Wendepunkt in der Star Wars-Geschichte, dem Ende der Klonkriege, der Order 66 und dem Aufstieg des Galaktischen Imperiums. Mit dieser Pr├Ąmisse hat „Star Wars: The Bad Batch“ bereits auf Disney Plus Premiere gefeiert. Wird es die Erwartungen erf├╝llen k├Ânnen?

Eine eigenst├Ąndige Serie

Das Auff├Ąlligste an dieser neuen Animationsproduktion ist, dass sie nicht nur ihre Rolle als Spin-Off von „The Clone Wars“ annimmt, sondern dar├╝ber hinaus in die Kategorie der eigenst├Ąndigen Serien aufsteigt. „Star Wars: The Bad Batch“ ist eine Fortsetzung und hat alle guten Zutaten, die auch der Vorg├Ąnger hatte: eine gro├če Dosis Action, galaktische Abenteuer und Aufregung. Aber die Handlung ist von Anfang an so interessant und fesselnd, dass der Zuschauer bald vergisst, dass es sich um ein Produkt handelt, das aus einem anderen „geboren“ wurde. Es handelt sich nicht um eine achte Staffel, wie diskutiert wurde.

Das ist die gro├če Tugend von „Star Wars: The Bad Batch“, etwas v├Âllig Eigenst├Ąndiges und Getrenntes werden zu k├Ânnen, ohne mit seiner Vergangenheit brechen zu m├╝ssen, weil es continuistisch ist. Denn die Arbeit und der Respekt, den diese Serie in Bezug auf „The Clone Wars“ und den Rest der Saga ausstrahlt, ist bewundernswert. Es beginnt mit etwas, das jeder Fan kennt, n├Ąmlich der Order 66, um nach und nach in die tiefsten, dunkelsten und unbekanntesten Bereiche des Star Wars Universums einzutauchen. Dave Filoni steckt hinter allem und das sieht man.

Die Klontruppe 99

Jeder, der „The Clone Wars“ gesehen hat, hat am Ende eine gro├če Zuneigung f├╝r einen der zahlreichen Klontrooper empfunden, die sich durch die Episoden ziehen. Da gibt es Captain Rex, aber auch Fives, Echo, Cody oder die liebenswerte 99, neben vielen anderen. Die Ankunft von „The Bad Batch“ bedeutete eine neue Wendung in diesen Charakteren. Sie sind eine Patrouille von genetisch ver├Ąnderten Klonen, die f├Ąlschlicherweise als defekt bezeichnet werden und ├╝ber besondere F├Ąhigkeiten verf├╝gen, die niemanden gleichg├╝ltig lassen. Aber vor allem haben sie eine ├╝berw├Ąltigende Pers├Ânlichkeit.

Das war die Idee, mit der wir zu der Serie gekommen sind. Und ihr Beginn hat sie nicht nur best├Ątigt, sondern die Erwartungen ├╝bertroffen. Hunter, Wreckler, Tech, Crosshair und Echo selbst (ganz zu schweigen von dem erstaunlichen Omega) sind eine spektakul├Ąre Gruppe, die beim Publikum sofortige Akzeptanz und Empathie erzeugt. Sie sind ganz anders als der Rest (diese glorreichen ersten 10 Minuten beweisen es), und ihre disparate Art zu sein ist das beste Kapital, mit dem „Star Wars: The Bad Batch“ spielt. Das alles kommt in der Trainingslager-Sequenz zusammen, in der Tarkin sie auf die Probe stellt. Diese Szene ist die perfekte Zusammenfassung dessen, was die Serie erforschen will. Und es ist unm├Âglich, sich nicht hinrei├čen zu lassen.

Alte Freunde

Wenn der abenteuerliche Ton und die Kraft seiner Protagonisten die beiden S├Ąulen sind, auf denen dieser neue galaktische Teil basiert, so ist auch die ├ťberarbeitung des bereits Bekannten nicht unerheblich. Um die Sache zu erleichtern, wird die Serie mit Signaturen verst├Ąrkt, die Fans der Saga bereits bekannt sind. Das ist etwas, was sie in ihren Produktionen schon immer getan haben, ob in „The Clone Wars“, „Rebels“ oder, das j├╝ngste Beispiel und das paradigmatischste, in der zweiten Staffel von „The Mandalorian“.

In „Star Wars: The Bad Remnant“ sehen wir Saw Warrior, Tarkin, Depa Billaba und den jungen Padawan, mit dem sich viele identifizieren werden, aber im Trailer werden uns auch andere wie Captain Rex und Fennec Shand versprochen. Ganz zu schweigen von den nie best├Ątigten Ger├╝chten ├╝ber andere wie die unvergleichliche Ahsoka Tano. Es sieht so aus, als w├╝rde sich die Serie auf Augenzwinkern und Momente mit diesen wiedererkennbaren Charakteren verlassen, um eine st├Ąrkere Fanbasis zu bekommen.

Fazit

„Star Wars: The Bad Remnant“ ist eine sehr w├╝rdige Fortsetzung der Vorg├Ąngerserie, schafft es aber auch, den Rahmen zu sprengen und zu beweisen, dass es eine eigenst├Ąndige Serie ist, die sich nicht unn├Âtig an die Vergangenheit klammern muss. Es beh├Ąlt den gleichen Ton wie die Mutterserie bei, seine Charaktere strahlen ein brutales Charisma aus und treiben die Handlung mit einem perfekten Tempo voran, das Action, Spannung und Abenteuer zu gleichen Teilen mischt. Alles deutet auf einen neuen Erfolg in der galaktischen Franchise hin.

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