Fate: The Winx Saga: Netflix erfindet die Feen neu in einer Teenager-Fantasy-Serie, der es an Identität fehlt

Der „Schaden“, den „Harry Potter“ angerichtet hat, besteht darin, dass es sehr schwierig ist, etwas zu sehen, das sich auf ähnlichem Terrain bewegt, ohne den Hauch zu bekommen, dass wir das schon einmal in der Saga des britischen Zauberers und anderen gesehen haben. Das und Netflix Tendenz, die Elemente, die für sie funktionieren, vorzufertigen oder zumindest zu standardisieren, bedeutet, dass es in „Destination: The Winx Saga“, ihrer neuen jungen Fantasy-Serie, kaum Überraschungen gibt.

Die Serie, deren erste Staffel aus sechs Episoden besteht, folgt der Geschichte von Bloom, einer jungen Fee, die neu in Alfea ist, einem Ausbildungszentrum für magische Jugendliche in einer anderen Welt. Die frischen Augen von Bloom, dessen Eltern menschlich sind, dienen dazu, uns in diese Welt der Teenager mit Fähigkeiten einzuführen, während die ersten Bedrohungen und das Rätsel um die wahre Herkunft des Protagonisten aufgeworfen werden.

Entwickelt von Brian Young, den wir bereits in „Vampire Chronicles“ gesehen haben, nimmt „Destination: The Winx Saga“ die Charaktere aus Iginio Straffis Zeichentrickserie und erfindet sie in einem YA-Kontext neu, der auf dem bereits Gesehenen aufbaut, aber gleichzeitig als völlig eigenständige Serie dient, die in all ihrer Pracht aus dem Zeitgenössischen trinkt.

Im Zentrum und neben Abigail Cowen als Bloom steht eine Hauptbesetzung, bestehend aus Hannah van der Westhuysen (Stella), Precious Mustapha (Aisha), Eliot Salt (Terra), Elisha Applebaum (Muse), Danny Griffin (Sky), Sadie Soverall (Beatrix), Freddie Thorp (Riven), Eva Birthistle (Vanessa), Robert James-Collier (Saul Silva), mit Lesley Sharp (Rosalind) und Eve Best (als Schulleiterin Farah Dowling).

Ich war ein wenig neugierig, wohin sie mit dieser Serie gehen würden. Seine Zeitgenossenschaft deutet etwas an, das eher an die düstere, aber selbstbewusste Fiktion von „The Magicians“ erinnert, um eine vergleichbare Serie zu nennen. Das Alter der Protagonisten führt jedoch eher zu etwas Konventionellerem wie einer Highschool-Serie mit magischem Umfeld.

Kaum geht es los, haben wir auch schon Themen wie Romantik und hormonelles Werben, Unsicherheiten eines Alters und nebenbei noch einige andere abgedroschene Tropen. Egal, ob wir uns auf das „High School“- oder „Fantasy“-Genre konzentrieren, es ist unmöglich, nicht zu denken, dass sie die Anweisungen, wie man diese Art von Serien macht, buchstabengetreu befolgen. Es gibt sogar Situationen in Alfea, die den Handlungen in Hogwarts und anderen Jugendsagas zu ähnlich sind.

Die Unfähigkeit der Serie, viel über ihre Referenzen hinauszugehen, verwässert am Ende ihre Identität. Abgesehen davon, dass „Destination: The Winx Saga“ seine differenzierenden Elemente hat, die diese Fiktion auszeichnen, trägt das Gefühl von „das habe ich schon mal gesehen“, von zu viel Vertrautheit in den Geschichten und der Dynamik zwischen den Charakteren, nicht dazu bei, ihr Stärke zu verleihen.

Unabhängig von dieser Bedingung, die es praktisch als Fanfic qualifizieren könnte, erfüllt die Fiktion mehr in ihrem jugendlichen Teil als in ihrem phantastischen Teil, oder zumindest denke ich, dass sie dort besser funktioniert als wenn sie die magische Welt aufbauen wollen, durch die wir uns bewegen. In den sechs Episoden gibt es kaum einen Überraschungsfaktor und die Handlungsauslöser kommen etwas spät.

Was, kurz gesagt, nicht dazu beiträgt, den Eindruck zu beseitigen, dass „Destination: The Winx Saga“ jenseits seines Teenie-Geistes in seinem Vorhaben eine eher misslungene Serie ist. Eher aus mangelnder Lust als weil sie Potenzial haben oder nicht haben.

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